Tetralemma

Die Geschichte von der paradoxen Logik gehört zum Tetralemma, einer Möglichkeit, Dilemmas zu bearbeiten. Rein logisch liest sich die Sache bescheuert und der Aufstellungsartikel ist auch nicht besser. Aber ich habe die Sache unter Anleitung mal ausprobiert und war fasziniert über den Klick im Hirn.

Das Ausgangsschema sieht so aus:

Mathematiker, der ich bin, fielen mir sofort fraktale Strukturen ein. Na jedenfalls hatte ich so den Widerspruch zwischen einem garstigen Schüler, der verbal entgleist ist und einem garstigen Lehrer, der in seinem Schülerhass wohl nicht ganz unschuldig an der Entgleisung war – und meine Rolle in diesem Streit. Und dann ging das eben so los. Das Eine: Der Schüler wird verknackt, der Lehrer bekommt Recht. Das Andere: Ich solidarisiere mich mit dem Schüler. Beides: So allerlei Konfliktlösungsspielchen mit Einzelgesprächen. Beim letzten Schritt kamen dann noch die Rahmenbedingungen dazu – die systhemischen Probleme der Institution Schule.

Und dann gab es blitzartig so eine Konflikttransformation. In mir war plötzlich das Wort Solidarität. Ich war weg vom Zwang, mich zwischen Lehrer und Schüler entscheiden zu müssen – und ich war auch nicht mehr das bedauernswerte Opfer, das in einen Streit hineingezogen wird.

Rein technisch haben wir den Kram anhand von auf dem Boden liegenden Kärtchen abgearbeitet, ohne direkt aufzustellen.

Brauchbarer Text.

Eine Antwort zu Tetralemma

  1. [...] eine Übungssession zum Tetralemma, dieser herrlichen Technik zur Auflösung des starren abendländischen [...]

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