Große Verwirrung

Wie nicht anders zu erwarten, allerlei Ungereimtheiten nach meiner ersten Didaktiksession Ethik:

  1. Der Ethiklehrplan ist streng nach Kant gegliedert. Jeweils einmal pro Klassenstufe wird durcherxerziert: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch? Und das obwohl es vor dem Lehrplan noch so eine Kopie über Kants Regeln zum Philosophieren gab: 1. Selbst denken. … Auf keines Lehrers Worte zu schwören verpflichtet sein.
    Und überhaupt meinte die Dozentin für Praktische Philosophie im letzten Semester: “Kants Ethik ist überholt.”
  2. Ethiklehrplan, Klasse 7/8 Sachsen-Anhalt, S. 34: “Tolerieren heißt dulden, was einem nicht gefällt.” Also wenn der Fascho aufhört alles aufzuklatschen, was ihm nicht passt, dann ist das Toleranz. Ich dachte immer Toleranz ist etwas mehr.
  3. Ethiklehrplan, Klasse 7/8 Sachsen-Anhalt, S. 32: “Ausgleichende Gerechtigkeit: Was ist eine gerechte Bestrafung? Elemente der Fallbeschreibung: Schuldfeststellung, Bewertung von Entschuldigungsgründen, Verzeihen und Strafen, Versöhnen” Kein Zweifel daran, dass jede Handlung irgendwie in ein Raster richtig oder falsch gepresst werden muss.

Dass die Lehrpläne unbedingt als geschützte PDFs im Netz stehen nur am Rande.

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