Tremls Analyse des Ethikunterrichts

Das ist schon spannend mit der föderalen Struktur unseres Bildungssystems. Dass es vom Bundesland abhängt, in welcher Klassenstufe quadratische Gleichungen behandelt werden, ist vielleicht nicht so dramatisch. Es mag auch notwendig sein, sich an ein neues Fach wie Ethik mit verschiedenen Ansätzen zu nähern, so wie Treml es sagt:

Der Ethikunterricht in Deutschland besitzt konzeptionell und juristisch in den verschiedenen Bundesländern eine sehr heterogene Gestalt. Das ist für ein Fach, in dem es um das Aushandeln des Guten und Richtigen geht, nicht unbedingt von Nachteil, sofern die verschiedenen Richtungen miteinander im Gespräch bleiben. Es gilt, dieses Gespräch zu institutionalisieren und auf Dauer zu stellen.

Nur dass ich als Landesbediensteter kein Teilnehmer dieses Gesprächs bin und auf die Toleranz von Schulleitung und Fachdezernenten angewiesen bin, falls ich „ausländische“ Ansätze für mich stimmiger finde.

Die verschiedenen Ansätze Praktische Philosophie/Lebenshilfe/Moralerziehung/Ethische Reflexion scheinen mir in einem gewissen Zusammenhang zu den Stufen der Moralentwicklung nach Kohlberg oder Habermas zu stehen. Das heißt sie spiegeln damit vielleicht den moralischen Entwicklungsstand der jeweiligen Entscheidungsträger in den Kultusministerien wieder.

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