Dilemmata als Moralkritik?

Als Naturwissenschaftler, als Mathematiker erst recht, würde ich ja sagen: Wenn so ein Satz von Werten und Normen in seiner Anwendung an vielen Stellen zu Widersprüchen führt, dann sind entweder diese Werte und Normen als Axiome nicht widerspruchsfrei gewählt oder die ganze Verfahrensweise ist irgendwie faul.

Und ist nicht wirklich das Rumhacken auf Werten und Normen an sich, finsterste Kohlbergstufe 4, weit entfernt vom Olymp der Stufe 6 oder gar der Habermaschen Hyperstufe 7.

Oder versöhnlicher. Ist die hohe Bedeutung, die wir im allgemeinen Werten und Normen zusprechen, vielleicht ein Hinweis darauf, dass wir alle noch ziemlich auf Stufe 4 rumdümpeln. Erscheint es uns deshalb so unheimlich, etwa das Tötungsverbot nicht einfach nur als ungemein nützliche und praktikable Regel im Umgang miteinander zu nehmen.

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