Kant als religiöser Dogmatiker

Da gibt es diesen bekannten Spruch aus der Kritik der praktischen Vernunft:

Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmenden Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir. Beide darf ich nicht als in Dunkelheiten verhüllt, oder im Überschwenglichen, außer meinem Gesichtskreise, suchen und bloß vermuten; ich sehe sie vor mir und verknüpfe sie unmittelbar mit dem Bewußtsein meiner Existenz.

Äußert sich hierin vielleicht die Unvollkommenheit des Aufklärers Kant, der es nur schafft den religösen Dogmatismus im hegelschen Sinne bestimmt zu negieren, indem er statt auf einen überirdischen Gott auf ein innersubjektives Gesetz in sich hört.

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