Andine & europäische Zeitbegriffe

Und dann noch: „Zeitkonzepte in andinen Denktraditionen
und abendländischer Philosophie

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Kant und Asperger

Kant soll ein Mensch mit Asperger-Syndrom gewesen sein. Ein Mensch, der sozial und emotional in einer anderen Welt lebt, als der neurotypische „Normalo.“ Kein Problem bei Einstein und seiner Relativitätstheorie, bei Kafka oder Kandinsky. Aber was bedeutet es, wenn wir die Ethik von Asperger-Kant hochhalten. Ist es ein Glücksfall, wenn sich ein nicht betriebsblinder Nerd mal der Sache des menschlichen Handelns angenommen hat? Oder ist Kants Ethik einfach unbrauchbar, weil er möglicherweise ähnlich tickte wie Temple Grandin: „Meine Emotionen sind einfacher als die der meisten anderen Menschen. Ich weiß nicht, was eine vielschichtige Emotion in einer zwischenmenschlichen Beziehung ist. Ich verstehe nur einfache Emotionen wie Wut, Furcht, Glück und Traurigkeit.“

Das Raunen

Vorher Kant, der meine Mathematik in eine kleine Schmuddelecke stellt. Jetzt also Heidegger:

Sprache selbst ist Sprache. Der logisch geschulte, alles durchrechnende und darum meist hochfahrende Verstand nennt diesen Satz eine nichtssagende Tautologie.

oder

Fesseln der rational-logischen Erklärung

Die Allumfassenheitsarroganz der Ontologen nervt. Natürlich stellen die knochentrockenen Naturwissenschaften die Welt auf eine sehr spezielle quantifizierbare Weise dar und fragen nie nach Sinn. Aber wenn all die Erleuchteten, die Phänomenologen und Agnostiker für sich beanspruchen, die Welt umfassender darzustellenden, dann macht mich das wütend.

Ist es nicht vielmehr so wie mit den unterschiedlichen Sinnen, die der Mensch hat. Dann beschreiben die Naturwissenschaften die Welt mit den Augen – schaffen damit natürlich eine spezielle Wirklichkeit. Sie hören keine Musik, kennen keine Gerüche. Und der Blinde kommt und beschreibt seine Welt. Und dann gibt es noch komische Typen, die halten sich Augen oder Ohren zu. Aber sobald eine Sinneswahrnehmung für sich beansprucht umfassender, angemessener oder richtiger als andere zu sein, dann stimmt das einfach nicht.

Ganz so wie in der Geschichte von den Blinden und dem Elefant. (Ja ich weiß, Kants Blinde haben natürlich Auswirkungen auf den Elefanten)

Buddhistische Version des KI?

„Handle immer so, als würde die Erlösung des Universums von deiner Handlung abhängen. Und lache dabei immer über dich selbst, dass du glaubst, du könntest überhaupt etwas mit deinem Tun erreichen.“

Hört sich irgendwie versöhnlicher an, obwohl es auf sowas ähnliches wie Kants moralinsaures Pflichtgedöns hinausläuft. Ich stolperte über den Spruch, suchte dann im Internet und stieß auf die Verbindung zum Flow.