3 x Gott

In der Vorlesung Gott klopfen wir streng rational ab, was es über Gott als nicht empirisch untersuchbares Dingens zu wissen gibt.

Im Seminar über Augustinus hieß es: Über Gott streng rational nachdenken füllt das Thema nicht vollständig aus. Es bleibt ein Rest.

Im Seminar zur Sprechakttheorie wurde der logische Positivismus kurz erwähnt: Der erklärt alles nicht empirisch Erklärbare kurzerhand zu Scheinproblemen.

Und doch passt alles zusammen. Wahrscheinlich muss jede Zeit und jeder Mensch seine eigene Antwort auf die Differenz zwischen der eigenen Beschränktheit und der für den menschlichen Geist zu komplexen Welt finden.

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Sehr sympathisch

Austins Sprechakttheorie angeschmökert:

Eine erste Anwendung der Theorie der Sprechakte ist Austins Untersuchung der Stellung, welche die sogenannten kognitiven Äußerungen unter den sprachlichen Äußerungen einnehmen. Die Sonderstellung, welche die Philosophen diesen Äußerungen eingeräumt haben, hängt mit dem Bild zusammen, welches sie von der Stellung der Sprache überhaupt haben: daß sie ein Mittel sei, über die Welt zu reden. In diesem Bild sind Äußerungen über die Welt die Grundform der Äußerung überhaupt; worum es Austin geht, ist, diese Überzeugung von der Sonderstellung der Aussagen, Behauptungen, Feststellungen zu erschüttern und die Rolle aufzudecken, welche sie in Wahrheit im Konzert der sprachlichen Äußerungen spielen.

Oder wie ich es verstehe: Da produzieren wir völlig völlig unreflektiert einen Haufen wahrer Aussagen. Und bei den philosophieschen Globalgebäuden a lá Kant oder Hegel bleiben nichtmal kleine Zweifelchen des Autors: Also an der Stelle bin ich mir unsicher, da weiß ich nicht weiter. Aber wozu? Welche Intention hat der Wissenserwerb, der Schlagabtausch von Argumenten.