Können wir wollen, was wir wollen 2

Jetzt habe ich mal den Artikel durchgeschmökert. Was habe ich mir angestrichen:

Der Mensch ist Teil eines hochkomplexen, chaotisch-deterministischen Gesamtsystems, innerhalb dessen er selbstorganisierend agiert. Weiterlesen

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Unendlichkeit und Selbstreflexion

Das Aristotelische Staunen über die Welt fängt wohl an, sobald sich der Mensch im Spiegel erkennt. Bestimmt versteckt sich die Freiheit vor den Hirnforschern in so einem Tunnel:

Was ich damit sagen will ist folgendes: Wenn sich die Aufmerksamkeit des Menschen auf die Eigenwahrnehmung richtet, entstehen qualitativ neue Strukturen, die sich wesentlich von den üblichen Reflexen und Regelkreisen unterscheiden, die uns sonst so steuern.

Seitenhieb gegen Kant?

Aus der Freiheitsvorlesung von Herrn Aichele, zumindest so wie ich es verstanden habe: Die Wahrheit hypothetischer Aussagen folgt nicht aus absoluten Wahrheiten. Etwa aus dem Satz der Identität folgt nichts. Und hier liegt

„ein großer Fehler des deutschen Idealismus“

Und damit die Objektivität von Kants Kategorischem Imperativ ein logisches Luftschloss? Das wäre mir ja sehr sympathisch :-)

Aktuelle Fragen

  1. Logik: Welchen Charakter haben diese Grundannahmen? Diese Sätze von der Identität, dem ausgeschlossenen Widerspruch und vom ausgeschlossenen Dritten? Ziemlich schlau gewählte Axiome? Oder eher Erfahrungstasachen wie der Energieerhaltungssatz?
  2. Freiheit: Ist denn die Frage nach der Freiheit überhaupt sinnvoll? Da wird ja, wie es scheint hart darum gerungen, ob es Freiheit gibt oder nicht. Mir fallen so alte Diskussionen um den Charakter des Lichts ein, ob es wohl Wellen- oder Teilchencharakter habe – und beide Lager hatten Unrecht. Was, wenn es völlig falsch ist, die Beschreibung menschlichen Handelns an der Frage Freiheit festzumachen.
  3. Kant: Ich kann immer noch nichts mit dem a priori anfangen. Hat das überhaupt noch Bestand? Muss sich nicht alles erst entwickeln, was uns so durchs Hirn flutet, auch Vorstellungen von Raum und Zeit – wie aus der Entwicklungspsychologie von Kleinkindern bekannt. Oder was ist mit der Rechenschwäche, bei der die Abstraktion „Kardinalzahl“ nicht funktioniert. Ist der Übergang zwischen a priori und a posteriori vielleicht fließend. Was bedeutet das für Kants Gedankengebäude?