Werte und Bedürfnisse

So wie es bei mir angekommen ist, haben wir ja die „heiligen“ Normen und Werte gründlich demontiert. Wir haben den bayrischen Ansatz des Ethikunterrichts verworfen und sind auf ethische Reflexion eingeschworen. Im Lehrbuch „Ethisch Argumentieren“ werden Wertidealismus und Wertnaturalismus einigermaßen verworfen: „Gegenwärtig wird von einer Mehrheit der Ethikerinnen und Ethiker ein wertsubjektivistischer Begründungsansatz vertreten.“ Das verträgt sich gut mit der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. In einem Seminar habe ich mir mitgeschrieben:

Es kann sein, dass es über Werte keinen Austausch gibt. Über Bedürfnisse gibt es immer Einigung.

Und das ist genau der Punkt. Wenn ich Wertsubjektivismus bejahe, dann können diese subjektiven Werte eigentlich gar keine Grundlage ethischer Überlegungen mehr sein. Ist aber nicht schlimm. Als Menschen haben wir alle dieselben Bedürfnisse, trachten danach sie zu befriedigen und es bereitet Freude/minimiert Schmerz, nach Strategien/Handlungsoptionen zu suchen, die allen Beteiligten guttun.

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