Warum gibt es ein Sollen

Wenn ich überblicke, was ich bis jetzt gelernt habe, dann ging es meist um die Frage: Was soll ich tun? Antwort: Das Gute. Und dann scheiden sich die Geister, was das Gute sein soll. Aber warum soll jemand das Gute tun? Der naturalistische Fehlschluss wird zwar kritisiert: Aus dem Sein folgt kein Sollen. Aber woraus denn dann? Und die Verfeinerungen von Moore und Frankena helfen da auch nicht weiter. Gibt es Denker, die darüber nachgedacht haben?

Die Frage hat praktische Relevanz für meine Arbeit mit jungen Erwachsenen, die da manchmal eingeigelt in einen Trotzpanzer vor mir sitzen: Rauchen verursacht Krebs. Na und, warum soll ich lange leben. CO2 und sonstige schreckliche westliche Missetaten zerstören unsere Lebensgrundlagen. Na und. Wenn du dein Gegenüber verdrischst, fügst du dir und anderen Leid zu. Na und. Lügen ist unmoralisch. Na und, machen alle.

Ich stehe diesem Problem (noch nicht?) völlig ratlos gegenüber, aber mein kopflastiges, auf saubere Argumentationen Wert legendes Studium liefert da eigentlich keine Ansätze.

Aber vielleicht habe ich ja auch nur einen logischen Knoten im Kopf.

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